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14.03.2018: Brasilien: Gerechtigkeit für Marielle und Anderson

Am 14. März 2018 wurde die Abgeordnete des Stadtrates von Rio de Janeiro und Verteidigerin der Menschenrechte Marielle Franco, 38 Jahre, im Stadtviertel Estácio im Zentrum von Rio de Janeiro erschossen. Sie war auf dem Rückweg von einer Veranstaltung, wo sie eine Rede gehalten hatte. Der Fahrer des Autos, Anderson Pedro Gomes wurde ebenfalls tödlich getroffen.

Mehr als zehn Schüsse trafen das Auto, genau auf Marielle gerichtet. Vier davon trafen ihren Kopf. Anderson Pedro Gomes, 39 Jahre, fuhr das Auto und geriet auch in die Schusslinie. Er wurde mit mindestens drei Schüssen in den Rücken getroffen und überlebte die Verletzungen nicht. Marielle und Anderson starben noch vor Ort. Mariele war eine herausragende Menschenrechtsverteidigerin in Rio de Janeiro, und war bekannt für ihren unermüdlichen Einsatz in der Stadt und im Großraum Rio de Janeiro. Schon Jahre bevor sie in den Stadtrat gewählt wurde, zeigte sie engagiert Menschenrechtsverletzungen auf, insbesondere jene gegen schwarze Jugendliche,Frauen und LGBT-Personen, sowie Verbrechen durch die Polizei und außergerichtliche Hinrichtungen. Wir erleben ein Klima der Gewalt gegen Menschenrechtsverteidiger_innen in Brasilien. In den meisten Fällen werden diese Verbrechen von den staatlichen Behörden nicht verfolgt und bleiben straflos. Wir müssen und können Druck ausüben, damit dieses Verbrechen nicht ohne Folgen bleibt.

ONLINE-PETITION hier unterzeichnen: https://anistia.org.br/entre-em-acao/email/acao-urgente-justica-para-marielle/